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08.03.2010: Geburtsrisiken und Entwicklung von IVF-Kindern völlig normal  

Immer wieder grassieren in den Medien Meldungen, dass IVF Kinder angeblich ein höheres Risiko für niedriges Geburtsgewicht, Geburtsfehler und Entwicklungsstörungen haben. Mehrere Studien haben nun eindeutig belegt, dass sich Kinder die mittels künstlicher Befruchtung gezeugt wurden völlig normal entwickeln und kein höheres Risiko besitzen.

So haben unter anderem Forscher vom Institut für klinische und experimentale Neurowissenschaften an der Universität Amsterdam untersucht, ob Jugendliche im Alter zwischen 9-18 Jahren, die mittels IVF gezeugt wurden im Vergleich zu natürlich gezeugten Kindern Unterschiede im Verhalten und in verschiedenen sozialen und emotionalen Faktoren aufweisen. Unter der Leitung von Frau Wagenaar wurden dazu 139 IVF und 143 natürlich gezeugte Kinder miteinander verglichen. Um das Verhalten der Kinder zu beurteilen mussten die Eltern und die Lehrer aller Kinder standardisierte Fragbögen ausfüllen. Die Wissenschaftler stellten fest, dass das Verhalten sowie die soziale und emotionale Entwicklung der IVF-Kinder insgesamt völlig normal waren und dem altersgemäßen Durchschnitt von natürlich gezeugten Kindern entsprachen.

Eine weitere Studie unter der Leitung von Mai Fujii von der Weltgesundheitsorganisation in Genf untersuchte, ob Babies die mittels IVF gezeugt wurden im Vergleich zu natürliche ge-zeugten Kindern höhere Geburtsrisiken besitzen. Dazu verglichen sie die Daten von 1.408 IVF-Kindern mit denen von 53.939 natürlich gezeugten Kindern. Die Daten stammten aus einer Datenbank der japanischen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe und stellten rund 5,8% aller Geburten in Japan im Jahr 2006 dar. Dabei fanden die Forscher heraus, dass sich das Risiko von IVF-Babies hinsichtlich Säuglingssterblichkeit, Geburtsgewicht, Größe, und angeborenen Fehlbildungen nicht von dem von natürlich gezeugten Kindern unterschied. Auch das Geschlechterverhältnis zwischen IVF-Kindern und natürlich gezeugten Kindern war gleich.

Insgesamt kann also bestätigt werden, dass IVF-Babys im Vergleich zu natürlich gezeugten Kindern kein höheres Risiko für Probleme bei der Geburt haben und sich auch im Bezug auf ihr Verhalten völlig normal entwickeln.

Quellen:

Wagenaar, K. et al. (2009): Behavior and socioemotional functioning in 9–18-year-old children born after in vitro fertilization. Fertility and Sterility, Volume 92, Issue 6, December 2009, Pages 1907-1914; doi:10.1016/j.fertnstert.2008.09.026

Fujii, M. et al. (2010): Perinatal risk in singleton pregnancies after in vitro fertilization. Fertility and Sterility. doi:10.1016/j.fertnstert.2009.12.031




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