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Einnahme von Antioxidantien und Zeit bis zur Schwangerschaft

 
Die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln und deren Rolle im Rahmen von Kinderwunschbehandlungen ist ein Thema von wachsendem Interesse. Einige Studien deuten darauf hin, dass oxidativer Stress sowie ein geringer antioxidativer Status mit Unfruchtbarkeit assoziiert sein könnten. Dies legt die Vermutung nahe, dass die Zufuhr von Antioxidantien mittels Nahrungsergänzungsmitteln gegebenenfalls die Zeit bis zum Eintreten einer Schwangerschaft bei Frauen, die aufgrund von Unfruchtbarkeit unbekannter Ursache behandelt warden, reduzieren könnte.
 
Um dieser Frage nachzugehen wurden die Angaben zu den Ernährungsgewohnheiten von 503 Teilnehmerinnen der “FASTT” Studie (Fast Track and Standard Treatment Trial; vgl. Reindollar 2010) analysiert. Die durchschnittliche Einnahme  von Vitamin C und E lag bei den Kinderwunschpatientinnen im Mittel über dem geschätzten durchschnittlichen Bedarf. Dabei waren keine Unterschiede erkennbar zwischen Frauen, die eine Lebendgeburt im Studienzeitraum hatten und denen, die keine hatten.
 
Die Ergebnisse zeigten jedoch, dass die Einnahme von Beta-Carotinen bei Frauen mit einem Body Maß Index (BMI) über 25 kg/m2 mit einer kürzeren Zeit bis zum Eintreten einer Schwangerschaft assoziiert war (Hazard Ratio [HR] 1,3; 95% Konfidenzintervall [CI] 1,1-1,5). Auch bei Frauen, die jünger als 35 Jahre alt waren wurde unter der Einnahme von Beta-Carotinen eine kürzere Zeit bis zur Schwangerschaft beobachtet (HR 1,2; 95% CI 1.0-1.4). Bei diesen Berechnungen wurden zudem jeweils auch der Einfluss der Kinderwunschtherapie und die Gesamtenergiezufuhr berücksichtigt.
 
Die Zufuhr von Vitamin C durch Nahrungsergänzungsmittel war dahingegen bei Frauen mit einem BMI unter 25 kg/m2 mit einer schneller eintretenden Schwangerschaft verbunden (HR 1,1, 95% CI 1.0-1.2); selbiges traf auf Frauen die jünger als 35 Jahre waren zu (HR 1,1; 95% CI 1,0-1,2).
 
Im Hinblick auf die Einnahme von Vitamin E waren keine Unterschiede zwischen Frauen mit höherem oder niedrigerem BMI erkennbar. Jedoch zeigte sich hier, dass Vitamin E tendeziell bei den Frauen die älter als 35 Jahre waren zu einem schnelleren Eintritt einer Schwangerschaft führte (HR 1.1; 95% CI 1,0-1,1).
 
Zusammenfassend beobachteten die Forscher also, dass eine schneller eintretende Schwangerschaft bei Patientinnen mit einem BMI<25 kg/m2 durch Vitamin C begünstigt wurde; bei einem BMI ≥25 kg/m2 dahingegen durch Beta-Carotine. Die Zeit bis zur Schwangerschaft war bei Frauen unter 35 Jahren unter Zufuhr von Beta-Carotinen kürzer; bei Frauen über 35 Jahren dahingegen unter Einnahme von Vitamin E,
 
Die Entscheidung zur Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln im Rahmen einer Kinderwunschbehandlung bedarf jedoch im Vorfeld immer einer individuellen ärztlichen Abklärung. Sprechen Sie uns gerne an, wir beraten Sie gerne!
 
Quellen
Reindollar RH, Regan MM, Neumann PJ, Levine BS, Thornton KL, AlperMM, et al. A randomized clinical trial to evaluate optimal treatment for unexplained infertility: the fast track and standard treatment (FASTT) trial. Fertil Steril 2010;94:888–99.

Ruder EH, Hartman TJ, Reindollar RH, Goldman MB. Female dietary antioxidant intake and time to pregnancy among couples treated for unexplained infertility. Fertil Steril. 2014 Mar;101(3):759-66. doi: 10.1016/j.fertnstert.2013.11.008. Epub 2013 Dec 17.



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