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29.01.2010: Die richtigen Fette in der Schwangerschaft schützen Mütter und Babys  
Dass eine ausgewogene Ernährung in der Schwangerschaft und Stillzeit wesentlich für die Entwicklung und dauerhafte Gesundheit des Kindes ist, ist hinreichend bekannt. Eine internationale Expertenkommission aus elf Ländern hat nun, unter Leitung von Professor Dr. Berthold Koletzko, herausgefunden, dass besonders langkettige, ungesättigte Fettsäuren eine zentrale Rolle für die Entwicklung von Babies spielen. Die mehrfach ungesättigten Fettsäuren werden nach ihrer englischen Bezeichnung ("long-chain polyunsaturated fatty acids") auch als LC-PUFA oder LCP bezeichnet.

Demzufolge haben insbesondere Arachidonsäure (Omega-6-Fettsäure, AA) und Docosahexaensäure (Omega-3-Fettsäure, DHA) einen erheblichen Einfluss auf die Entwicklung von Gehirn, Zentralnervensystem und Sehvermögen von Babys. Das entscheidende ist, dass diese Fettsäuren vom kindlichen Organismus jedoch nicht ausreichend selbst gebildet werden können. Deshalb ist eine Aufnahme dieser Fettsäuren durch die Nahrung der Mutter in der Schwangerschaft und Stillzeit essentiell für Babys. Die entsprechenden Fettsäuren befinden sich vorwiegend in fettem Seefisch (z.B. Hering, Makrele und Lachs).

Die Expertenkommission von Prof. Koletzko hat eindeutige Ernährungsrichtlinien für Mütter und Babies entwickelt. Demzufolge sollen Mütter in der Schwangerschaft und Stillzeit ausreichende Mengen von langkettigen, ungesättigten Fettsäuren zu sich nehmen, um die Entwicklung von Nervensystem und Sehvermögen ihres Fetus und Säuglings zu fördern und zudem das Risiko einer Frühgeburt und Untergewicht zu verringern. Die Kommission empfiehlt dafür eine Mindestmenge von 200mg ungesättigter Fettsäuren pro Tag. Die empfohlene Dosis lässt sich z.B. mit dem Verzehr von 1 bis 2 Portionen Seefisch pro Woche erreichen.

Schwangere und stillende Frauen, die wenig oder keinen Fisch essen, sollten die Verwendung von entsprechenden Nahrungsergänzungsmitteln erwägen. Einen wesentlichen Beitrag zur Aufnahme der Fettsäuren in den kindlichen Organismus leistet die Muttermilch. Sollte Stillen nicht möglich sein, sollten Flaschennahrungen verwendet werden, die mit entsprechenden Fetten angereichert sind. Der Anteil an langkettigen, unge-sättigten Fettsäuren sollte dabei zwischen 0,2 und 0,5 Prozent des Gesamtfettgehalts ausmachen.

Quellen:




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